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Wifi4EU - Gratis WLAN-Gutscheine

Die EU rief vor kurzem das Projekt Wifi4EU ins Leben. Hier konnten sich Kommunen für Gratis WLAN-Gutscheine für sogenannte WLAN-Hotspots bewerben. Doch aufgrund eines technischen Fehlers wurden die Bewerbungen widerrufen. Nun startet das Projekt aber in die nächste Runde. Die Plattform soll Ende September neu starten und der nächste Aufruf soll im Oktober erfolgen. Ein zweiter Aufruf ist im ersten Halbjahr 2019 geplant.

Damit soll kostenlos und schnell Surfen auch in kleinen Dörfer möglich sein. Hierfür hat das Europaparlament grünes Licht gegeben und einem Förderprogramm für Internet-Hotspots in europäischen Kommunen zugestimmt. Rund 120 Millionen Euro sollen für die Ausrüstung und Installation der Hotspots von der EU zur Verfügung gestellt werden. Die Gemeinde muss dafür sicherstellen, dass die Internet-Hotspots für mindestens drei Jahre in Betrieb bleiben und muss die Gebühren für den Anbieter selbst zahlen. Die Hotspots sollen in den Zentren des öffentlichen Lebens installiert werden – zum Beispiel in Krankenhäusern, Museen, Parks oder Bussen. Ziel ist es, dass sich die Nutzer europaweit nur einmal anmelden müssen und den Dienst „wifi4eu“ in jedem Land, in dem es die Hotspots gibt, kostenlos nutzen können. Damit sollen die Bürger nicht nur in der eigenen Gemeinde sondern auch auf Reisen kostenlos surfen können. Versorgungslücken sollen mit dem Programm geschlossen und so viele Bürger wie möglich einen Internetzugang erhalten – unabhängig vom Wohnort oder Gehalt. Deshalb sollen vor allem die Orte mit Hotspots ausgestattet werden, die bisher über kein vergleichbares öffentliches oder privates WLAN verfügen. Die EU-Kommission möchte circa 40 bis 50 Millionen Verbindungen pro Tag ermöglichen. Doch die Zahlen sind utopisch, vorausgesetzt es sollen wirklich kleine Dörfer und Städte mit den Hotspots versorgt werden: Die geplanten 8000 Hotspots müssten ungefähr 6.250 Verbindungen pro Tag ermöglichen. Doch nur wenige Dörfer oder Kleinstädte haben öffentliche Plätze, an denen sich täglich so viele Menschen tummeln, die ins WLAN wollen, sodass über 6000 Verbindungen pro Tag zustande kommen. Und auch die Verifizierung über die Handynummer stößt auf große Kritik.

Kommunen, die sich für das EU-Programm bewerben wollen, sollten schnell sein! Denn es gilt das Prinzip: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Städte und Gemeinden können sich bald über eine Online-Plattform für das Projekt bewerben und so einen Gutschein bekommen, mit dem sie die Hotspots bezahlen können.Im Oktober 2018 sollen bereits die ersten Projektvorschläge eingereicht werden. Wo die Internet-Hotspots installiert werden, kann jede Kommune selbst entscheiden. Die EU achtet bei ihrer Auswahl allerdings darauf, dass die Fördergelder breit über die Staaten verteilt werden.

Quelle: https://kommunal.de/digitalisierung-neustart-von-wifi4eu

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